ChatGPT Ads: What Changed, What Didn't, and What It Means for Brands
Die Agentur Q1Media teilt aggregierte Leistungsdaten aus Live-Kampagnen auf ChatGPT Ads und analysiert neue Plattform-Funktionen wie Conversion-Bidding und Custom Audiences. Die Daten zeigen Klickraten zwischen 0,5 % und 2,5 % sowie durchschnittliche CPCs von etwa 5 US-Dollar bei einer Conversion-Rate von rund 2 %. Zudem wird hervorgehoben, dass Prompt-Präzision und Absichtsbezug wichtiger sind als demografische Vorgaben.
Performance aggregierter Live-Kampagnen über verschiedene Branchen hinweg sowie Auswertung neuer Targeting- (Custom Audiences) und Bidding-Features (Conversion-Bidding, CPM vs. CPC).
Setup
Echtgeld-Kampagnen auf mehreren Kunden- und Eigen-Accounts. Nutzung von Content Hint Prompts, Testen von CPC- vs. CPM-Gebotsstrategien, Conversion-Tracking via Base-Code/Event-Parameter und GA4/UTM-Tracking sowie CRM-Listen-Upload für Custom Audiences.
Ergebnis
CTR liegt zwischen 0,5 % und 2,5 %; durchschnittlicher CPC bei circa 5 $; Conversion-Rate bei etwa 2 % (ca. die Hälfte des organischen ChatGPT-Traffics). Spezifische Schmerzpunkt- und High-Intent-Prompts schlagen breite Themen oder demografische Formulierungen. In manchen Accounts erzielte CPM einen niedrigeren effektiven CPC als direktes CPC-Bidding. Custom Audiences erfordern mindestens 25.000 gematchte Nutzer.
Grenzen der Aussage
Aggregierte Agenturdaten ohne Nennung genauer Gesamtbudgets, Account-Anzahlen oder Einzelfall-Splits. Plattform befindet sich weiterhin in schneller Weiterentwicklung.
Zeitraum: Bis Juli 2026
Ricks Einordnung
Ein sehr aufschlussreicher Praxisbericht mit konkreten Benchmarks. Besonders bemerkenswert finde ich den Befund, dass demografische Angaben im Content Hint Prompt praktisch wirkungslos sind, da diese Profildaten im Chatkontext meist fehlen, und dass CPM-Gebote vereinzelt effizienter klickbare Reichweite einkaufen als CPC-Gebote.
OpenAI dokumentiert in den offiziellen FAQ die Rahmenbedingungen für Werbung in ChatGPT, die am 9. Februar 2026 für Free- und Go-Nutzer in den USA startet. Werbeanzeigen erscheinen optisch getrennt unterhalb der generierten Antworten und werden durch eine Kombination aus inhaltlicher Relevanz und Geboten gerankt, ohne die Chat-Antworten inhaltlich zu beeinflussen. Neben umfangreichen Privatsphäre- und Personalisierungs-Einstellungen wird ein kostenloses werbefreies Modell mit reduzierten Nutzungslimits eingeführt.
OpenAI testet Optionen für negatives Targeting mit einer kleinen Gruppe von Werbetreibenden, wie eine Sprecherin gegenüber ADWEEK bestätigte. Werbekunden erhalten damit Möglichkeiten anzugeben, neben welchen Kontexten ihre Anzeigen nicht ausgespielt werden sollen. Hintergrund sind Beschwerden von Media-Einkäufern über mangelnde Kontrollmöglichkeiten, Zielgruppenschärfung und Transparenz bei der Anzeigenauslieferung.
OpenAI testet im ChatGPT Ads Manager ein neues Anzeigenformat, bei dem Klicks nicht auf eine externe Website führen, sondern direkt eine Konversation mit einem unternehmensspezifischen KI-Agenten starten. Dieser Agent basiert technisch auf Custom GPTs und wird durch automatisiertes Website-Crawling, benutzerdefinierte Anweisungen, Produkt-Feeds, MCP-Tools und Lead-Formulare gespeist. Das Feature steht derzeit nur einer begrenzten Gruppe von Werbetreibenden zur Verfügung; die finale Endnutzer-Darstellung in ChatGPT ist noch nicht flächendeckend beobachtet worden.
Der Leitfaden erlaeutert die Funktionsweise von ChatGPT Product Carousel Ads fuer Free- und Go-Tier-Nutzer in den USA, die ueber strukturierte Produkt-Feeds automatisiert ausgespielt werden. Da OpenAI auf semantisches Intent-Matching statt reiner Keyword-Zuordnung setzt, entscheiden Attributvollstaendigkeit und natuerlichsprachig optimierte Produkttitel ueber die Sichtbarkeit. Die organische Antwort der KI bleibt dabei gemaess dem Prinzip der 'Answer Independence' unbeeinflusst neben oder unter den Produktkarten.