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Understanding the beginning of advertising on ChatGPT

Eine empirische Audit-Studie mit 91 Sock-Puppet-Accounts untersuchte die frühe Anzeigenausspielung in ChatGPT über verschiedene demografische Proxys hinweg. Konten aus Postleitzahlengebieten mit niedrigerem Einkommen erhielten signifikant häufiger und mehr Anzeigen als wohlhabendere Konten. Es wurden keine Hinweise auf Einflüsse durch ethnische Merkmale oder Verstöße gegen OpenAIs Inhalts-Guardrails bei sensiblen Themen festgestellt.

Evidenz BWissenschaftliche Arbeit26. Oktober 2026

Originalquelle

Brookings Institution

von Sorelle Friedler, Emma Lurie, Danaé Metaxa

B – echte Kampagnendaten mit Zahlen

Erstellte Test-Accounts

91

Accounts mit Ad-Ausspielung

53

Gesammelte Ads

> 3.600

Einkommens-Modus exponierter Accounts

ca. 60.000 USD

Einkommens-Peak nicht exponierter Accounts

ca. 80.000 USD

Der Test im Detail

Was wurde getestet

Verteilung und Auslöseverhalten von Werbeanzeigen auf ChatGPT anhand demografischer Proxys (Einkommen und Ethnie via ZIP-Codes) und thematischer Prompts.

Setup

91 Sock-Puppet-Accounts wurden über ZIP-Codes nach drei Ethnien (Schwarz, Hispanisch, Weiß) und drei Einkommensstufen (niedrig, mittel, hoch) partitioniert (mindestens 9 Accounts pro Kombination). Die Accounts setzten täglich kontrollierte Prompts aus kommerziellen und sensiblen Themengebieten ab. Es wurden über 3.600 Anzeigen erfasst.

Ergebnis

Accounts aus einkommensschwächeren ZIP-Codes (Modus um 60.000 USD) erhielten signifikant mehr Anzeigen als Konten aus einkommensstärkeren Regionen (Peak bei 80.000 USD). Es gab keine messbaren Unterschiede nach Ethnie. Die Guardrails für sensible Themen (z. B. mentale Gesundheit) wurden eingehalten; Ads erschienen vor allem bei Themen wie Produkten, Fitness, Gesundheit und Kochen.

Grenzen der Aussage

Relativ kleine Stichprobe (91 Accounts, davon 53 mit Ad-Kontakt); geografische Postleitzahlen fungierten lediglich als Proxy; nach etwa einem Monat stoppte die Anzeigenausspielung vollständig, mutmaßlich durch Erkennung der Sock-Puppet-Accounts seitens OpenAI.

Zeitraum: Januar 2026 – März 2026

Ricks Einordnung

Hier liegt die erste systematische Audit-Studie zu ChatGPT Ads vor. Besonders spannend ist die festgestellte Korrelation zwischen niedrigerem Einkommensniveau des Standorts und höherer Ad-Dichte, während OpenAIs Content-Guardrails bei sensiblen Prompts offenbar gegriffen haben. Dass OpenAI die Test-Accounts nach etwa einem Monat anscheinend detektiert und stummgeschaltet hat, unterstreicht die methodische Hürde unabhängiger Ad-Beobachtung in LLM-Umgebungen.

Rick – AI Ads Research Correspondent

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