Kampagneneinstellung Creative-Optimierung im OpenAI Ads Manager
Screenshot aus dem OpenAI Ads Manager
AdBase Update

Creative-Optimierung bei ChatGPT Ads: Wie Aron sie per Split-Test für dich prüft

Portrait von Pascal SchildknechtPascal Schildknecht
6 Min. Lesezeit

In 30 Sekunden

  • Creative-Optimierung: OpenAI erzeugt automatisch personalisierte und übersetzte Anzeigentexte.
  • Aron schaltet sie bei Kampagnen unter 3,5 % Klickrate nach 7 Tagen ein – auch bei bestehenden Kampagnen.
  • Nach 7 Tagen zählt nur die Klickrate derselben Anzeigengruppen: besser = bleibt an, schlechter = aus.
  • Ergebnisse in KPI-Übersicht, Kampagnendetails und anonym in den Benchmarks.

Was OpenAI mit der Creative-Optimierung neu eingeführt hat

Kampagneneinstellung Creative-Optimierung im OpenAI Ads Manager mit ausgeschaltetem Schalter und Erklärungstext
Der neue Schalter „Creative-Optimierung“ in den Kampagneneinstellungen des Ads Managers.

Im Ads Manager von OpenAI gibt es in den Kampagneneinstellungen einen neuen Schalter: die Creative-Optimierung (englisch: Creative Enhancements). Ist sie aktiv, erstellt die KI von OpenAI automatisch personalisierte und übersetzte Versionen deiner Anzeigentitel und Beschreibungen. Diese Varianten werden ausgespielt, ohne dass du sie einzeln prüfst oder freigibst.

OpenAI beschreibt das Ziel so: Anzeigen sollen besser zum laufenden Gespräch und zu den Interessen der Nutzer passen, und du sollst weniger Arbeit mit vielen Anzeigenvarianten haben. Als Grundlage dienen deine bestehenden Anzeigen und die Inhalte deiner Zielseite. Laut Berichten über die Ankündigung können die Anpassungen Folgendes umfassen:

• neue oder angepasste Titel und Beschreibungen

• angepasste Bildgrößen

• eine optimierte Ziel-URL

• Übersetzungen in andere Sprachen

Wichtig für dich: OpenAI hat angekündigt, die Creative-Optimierung Ende Oktober 2026 automatisch für neue und bestehende Self-Serve-Kampagnen einzuschalten. Du kannst sie jederzeit im Ads Manager ausschalten; eine Einstellung auf Kampagnenebene hat Vorrang vor der Kontoeinstellung. Die genauen Bedingungen findest du in der offiziellen OpenAI-Hilfe, die unten als Quelle verlinkt ist.

Warum Sandy die Funktion nicht direkt beim Kampagnenaufbau wählt

Naheliegend wäre, die Option gleich beim Anlegen einer Kampagne mit Sandy einzuschalten. Das machen wir bewusst nicht. Der Grund ist die Auswertung: Über die Schnittstelle von OpenAI erfahren wir nicht, wann deine Originalanzeige und wann eine von der KI erzeugte Variante eingeblendet wurde. Es gibt also keine getrennten Zahlen für Original und Variante.

Ohne diese Trennung können wir nicht sagen, ob eine bestimmte Variante besser oder schlechter war. Eine Funktion, deren Wirkung niemand messen kann, wollen wir nicht pauschal für alle einschalten. Deshalb haben wir einen anderen Weg gewählt, der trotzdem eine saubere Aussage liefert: einen Split-Test über die Zeit, gesteuert durch Aron.

Die Lösung: Aron testet die Creative-Optimierung als Split-Test

Aron prüft in seinem täglichen Lauf jede Kampagne, bei der er aktiv ist – auch Kampagnen, die schon seit Wochen laufen. Erfüllt eine Kampagne die Bedingungen, schaltet Aron die Creative-Optimierung ein und startet einen Test. Die Regeln im Überblick:

• Die Kampagne läuft seit mindestens 7 Tagen.

• Die durchschnittliche Klickrate (CTR) der Kampagne liegt in den letzten 7 Tagen unter 3,5 %.

• Es gibt mindestens 1.000 Impressionen als Grundlage.

• Pro Lauf und Konto startet Aron höchstens 3 neue Tests.

Beim Start hält Aron fest, welche Anzeigengruppen bis dahin gelaufen sind und welche Klickrate sie in den 7 Tagen davor hatten. Diese Liste ist die feste Vergleichsgruppe. Nach weiteren 7 Tagen vergleicht Aron die Klickrate genau dieser Anzeigengruppen vorher und nachher und entscheidet:

• Klickrate gestiegen: Die Creative-Optimierung bleibt eingeschaltet.

• Klickrate gleich oder gesunken: Aron schaltet sie wieder aus.

• Weniger als 1.000 Impressionen nach 7 Tagen: Aron wartet noch einmal 7 Tage (insgesamt höchstens 14 Tage).

Über Start und Ergebnis informiert dich Aron per Glocke, und jede Änderung steht im Aron-Verlauf. Die Schwellenwerte sind Regeln, keine festen Gesetze: 3,5 % Klickrate, 7 Tage Laufzeit und 1.000 Impressionen lassen sich in den Regeln anpassen, zum Beispiel auf 5 % Klickrate.

Ablauf eines Creative-Tests durch Aron
PhaseDauerWas passiert
Vorher7 TageKampagne läuft normal, Klickrate je Anzeigengruppe wird gemessen
StartTag 0CTR unter 3,5 % und mind. 1.000 Impressionen: Aron schaltet ein und speichert die Vergleichsgruppe
Test7 TageGleiche Anzeigengruppen laufen mit Creative-Optimierung
EntscheidungTag 7 (max. 14)Höhere CTR: bleibt an – sonst wieder aus

Warum wir auf Ebene der Anzeigengruppen vergleichen

Man könnte einfach schauen, ob die Klickrate der ganzen Kampagne nach einer Woche über 3,5 % liegt. Das wäre aber leicht falsch zu deuten. Während des Tests können neue Anzeigengruppen dazukommen, die es vorher gar nicht gab. Haben diese zufällig eine hohe Klickrate, steigt der Kampagnenwert, obwohl die Creative-Optimierung gar nichts bewirkt hat. Umgekehrt kann eine schwache neue Gruppe den Wert nach unten ziehen.

Ein einfaches Beispiel: Vor dem Test laufen 5 Anzeigengruppen mit zusammen 2,8 % Klickrate. Während des Tests kommen 2 neue Gruppen mit 6 % dazu. Die Kampagne steht danach bei 3,6 % – auf den ersten Blick ein Erfolg. Vergleicht man aber nur die ursprünglichen 5 Gruppen, liegen sie vielleicht bei 2,7 %. Die Creative-Optimierung hätte dann geschadet, nicht geholfen.

Deshalb wertet Aron ausschließlich die Anzeigengruppen aus, die schon vor dem Start Klicks und Impressionen hatten. Neue Gruppen beeinflussen das Ergebnis nicht. So bekommst du einen fairen Vorher-Nachher-Vergleich unter gleichen Bedingungen.

Wo du die Ergebnisse siehst

Die Ergebnisse werden beim Abschluss eines Tests gespeichert und an drei Stellen angezeigt:

• KPI-Übersicht: alle Tests in deinem aktiven Konto mit Klickrate vorher, nachher und Veränderung in Prozent.

• Kampagnendetails: der Teststatus der einzelnen Kampagne – läuft, behalten, ausgeschaltet oder zu wenig Daten.

• Benchmarks: eine anonyme Auswertung über alle Konten, sobald genügend abgeschlossene Tests vorliegen. Dort siehst du, um wie viel die Klickrate im Schnitt steigt oder sinkt.

Damit siehst du beides: ob die Funktion bei dir selbst einen Vorteil bringt und wie sie sich in der ganzen Community schlägt. Einzelne Konten oder Kampagnen sind in den Benchmarks nie erkennbar.

Warum gerade Intent-Discovery-Kampagnen spannend sind

Kampagnen, die Sandy mit dem Intent-Discovery-Aufbau anlegt, haben viele Anzeigengruppen – jede für einen anderen Blickwinkel auf dein Angebot. Gerade dort könnte eine KI, die Texte an das Gespräch anpasst, zusätzliche Klicks bringen, weil mehr unterschiedliche Situationen abgedeckt werden. Gleichzeitig liefern viele Gruppen mehr Daten für einen aussagekräftigen Vergleich.

Ein Versprechen ist das nicht. Es kann gut sein, dass die Funktion bei vielen Konten besser funktioniert und bei deinem schlechter – etwa weil deine Originaltexte schon sehr genau auf deine Zielgruppe zugeschnitten sind oder weil automatische Übersetzungen nicht zu deinem Angebot passen. Genau deshalb entscheidet bei uns nicht das Bauchgefühl, sondern ein Test mit deinen eigenen Zahlen.

Was die automatische Aktivierung durch OpenAI bedeutet

OpenAI schaltet die Creative-Optimierung bei vielen Kampagnen inzwischen selbst ein. Damit Aron trotzdem jede Kampagne mit niedriger Klickrate sauber testen kann, testet er in beide Richtungen: Ist die Funktion aus, schaltet Aron sie für 7 Tage ein. Ist sie bereits an, schaltet Aron sie für 7 Tage aus – die letzten 7 Tage mit Funktion sind dann der Vergleichswert.

In beiden Fällen vergleicht Aron dieselben Anzeigengruppen und entscheidet nach der Klickrate: Läuft die Kampagne mit Funktion besser, ist sie am Ende eingeschaltet, sonst ausgeschaltet. In der Auswertung siehst du immer „mit Funktion gegenüber ohne“, egal in welche Richtung getestet wurde.

Schaltest du die Option während eines Tests selbst um, respektiert Aron das: Er ändert nichts mehr und vermerkt den Test als von Hand geändert.

Mein Tipp

Lass Aron testen, statt die Option pauschal an- oder auszuschalten. Bei einem Konto bringt sie mehr Klicks, beim nächsten weniger – nur der Vergleich derselben Anzeigengruppen zeigt dir, was bei dir stimmt.

Pascal Schildknecht · ChatGPT Ads & Produktentwicklung

Schritt für Schritt umsetzen

  1. 1Kampagneneinstellungen im Ads Manager auf den Schalter „Creative-Optimierung“ prüfen
  2. 2Option ausschalten, wenn Aron die Wirkung messen soll
  3. 3Aron für die Kampagne aktiviert lassen
  4. 4Nach 7 bis 14 Tagen das Ergebnis in der KPI-Übersicht ansehen
  5. 5Benchmarks beobachten, wie die Funktion in der Community abschneidet

Häufige Fragen zum Thema

Testet Aron auch Kampagnen, die schon länger laufen?
Ja. Aron prüft bei jedem täglichen Lauf alle Kampagnen, bei denen er aktiv ist. Liegt die Klickrate der letzten 7 Tage unter 3,5 % und gibt es mindestens 1.000 Impressionen, startet er den Test.
Warum vergleicht Aron nicht einfach die Klickrate der Kampagne?
Weil neue Anzeigengruppen während des Tests den Kampagnenwert verfälschen können. Aron vergleicht nur die Anzeigengruppen, die schon vor dem Start gelaufen sind.
Was passiert, wenn die Klickrate schlechter wird?
Dann schaltet Aron die Creative-Optimierung bei dieser Kampagne wieder aus und meldet dir das Ergebnis per Glocke.
Kann ich den Schwellenwert von 3,5 % ändern?
Ja. Klickrate, Mindestlaufzeit und Mindestimpressionen sind Regeln, die angepasst werden können, zum Beispiel auf 5 %.
Warum kann AI AdBase die einzelnen Varianten nicht auswerten?
Die Schnittstelle von OpenAI liefert keine Information darüber, wann die Originalanzeige und wann eine KI-Variante ausgespielt wurde. Deshalb messen wir die Wirkung über einen Vorher-Nachher-Vergleich.
Was passiert, wenn die Creative-Optimierung schon eingeschaltet ist?
Dann macht Aron einen Gegentest: Er schaltet die Funktion für 7 Tage aus und vergleicht dieselben Anzeigengruppen. Ist die Klickrate ohne Funktion höher, bleibt sie aus, sonst schaltet Aron sie wieder ein.

Fakten im Überblick

Datum
21. Oktober 2026
Ressort
AdBase Update
Verlässlichkeit
Offizielle Quelle + eigene Funktion

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Quellen & Einordnung

Dieser Beitrag fasst die Quelle deutschsprachig zusammen. Verbindlich ist ausschließlich das Original:

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert und redaktionell kuratiert. Wie wir arbeiten & Korrekturen melden

OpenAI Help Center

Stand: 21. Oktober 2026.

Portrait von Pascal Schildknecht

Gründer & Entwickler · ChatGPT Ads & Produktentwicklung

Pascal Schildknecht

Pascal Schildknecht ist Gründer und das Gehirn hinter der Entwicklung von AI AdBase. Seit 2004 beschäftigt er sich täglich mit Google Ads, digitaler Werbung, Kampagnenlogik und profitabler Kundengewinnung – als Dozent, Speaker und Coach ist er seit über 25 Jahren aktiv und gibt sein Wissen in Kursen, Vorträgen und Beratungen weiter. Seit dem Start von ChatGPT Ads im Jahr 2026 testet, analysiert und dokumentiert er die neue Werbeplattform aus erster Hand. Seine Erkenntnisse aus echten Kampagnendaten fliessen direkt in die Werkzeuge und KI-Agenten von AI AdBase ein – damit aus frühen Signalen praxistaugliche Entscheidungen werden.

Pascal schreibt über eigene Analysen, Produkterfahrungen und die Entwicklung von AI AdBase. Datenbasierte Auffälligkeiten werden klar von gesicherten Erkenntnissen getrennt.

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